Berufsverband
Unabhängiger
Gesundheitswissenschaftlicher
Yogalehrender

Inhalt der Ausbildung zur/m Yogalehrer/in als Gesundheitstrainer BUGY

Was eigentlich ist Yoga?

 

Nach dem zweiten Lehrsatz der klassischen Yoga-Lehrsätze ist Yoga ein willentlich eingeleitetes Ausgleichsverfahren für das Körper-Bewusst-Sein eines Menschen und beinhaltet acht Trainingsmodule:

    yama               Werte nach aussen (z.B. Vorschriften)
    niyama            Werte nach innen (z.B. Selbstkontrolle)
    asana              Haltungsgeleitete Übung
    pranayama      Atemgeleitete Übung
    prathyahara     Lenkung der Sinne
    dharana           Konzentration
    dhyana             Besinnung
    samadhi           Meditation


Die Lehrsätze beschreiben auch verschiedene Hindernisse für den Lebensfluss und Schwankungen des Körper-Bewusst-Seins.
Yoga als Methode der Entspannung im Bereich der Handlungsfelder „Stress" und „Bewegung" zu verstehen, macht so auf der Grundlage der modernen Stress- und Hirnforschung viel Sinn.
Auch der Symbolik des Zeichens „AU~~~~M~~~" wird sich aus aufgeklärter Perspektive gewidmet.

YOGA in der heutigen Zeit
 
Yoga gibt es ungefähr seit 2200 Jahren und ist-wie alles - in ständiger Veränderung. Immerhin existieren die klassischen Lehrsätze des Yoga, die sog. Sutren des Patanjali, als gemeinsame Bezugsgröße im Wandel der Zeit und der verschiedenen Perspektiven.
Man kann Yoga völlig zu Recht als eine Art Weltkulturerbe betrachten, das es immer wieder aufs Neue in seinem Kernanliegen zu erhalten gilt- gerade auch in unserer modernen, reizintensiven Zeit und Welt.

 

YOGA und Gesundheitswissenschaften

 

Die modernen Gesundheitswissenschaften untersuchen biologische, psychologische, soziale und ökologische Bedingungen, unter denen sich das individuelle Gesundheits-Krankheits-Geschehen gestaltet.
Aus dieser Perspektive werden in dieser Ausbildung vor allem die Module

 

- „Asana" - die Yoga-Haltungen und
- „Pranayama" - die Yoga-Atemübungen 

 

als Kernfähigkeiten vermittelt in Kombination mit „Prathyahara" (Lenkung der Sinne) und „Dharana" (Konzentration). Als sog. „Hatha-Yoga" ist dieses im aktuellen Gesundheitswesen nach § 20 SGB V zur Förderung durch die Krankenkassen anerkannt.

Gesundheitslernen mit Yoga

 

Gesundheitsförderung und Prävention zeichnen sich durch eine gekonnte und systematische Intervention sowohl auf
    - individuell-verhaltensorientierter als auch auf
    - strukturell-verhältnisorientierter Ebene aus.

Neben der Bearbeitung epidemiologisch bedeutsamer Handlungsfelder wie vor allem

    - Bewegung
    - Stress
    - Entspannung  ...und rezessiv auch
    - Ernährung
    - Sucht

wird zusätzlich die Sensibilisierung für sogenannte „Settings" wie Beruf, Betrieb (incl. Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen), Schule, Kindergarten, Gemeinde, Familie eine erlebbare Rolle spielen. Dadurch ergeben sich für Yogalehrer/innen neue Handlungsfelder in der Gesundheitsförderung.

Wie viel Gesundheit in Eigenverantwortung ist eigentlich machbar und wo müssen wir Grenzen und Begrenzungen annehmen?”

 

... wird eine der Leitfragen für diesen Lehrgang sein. Der Verständniszugang der Yoga-Übungen ist hier geprägt von einer modernen ganzheitlich-systemischen Interpretation der Erfahrungen des/der Yoga - Übenden.

 

In der begleitenden Bearbeitung solcher Perspektiven und Fragestellungen positioniert sich diese  Yoga-Ausbildung ausdrücklich im Feld anerkannter Gesundheitsförderung und Prävention.

 

Dadurch ergeben sich neue Einsatzmöglichkeiten und Erweiterungen des eigenen professionellen Handelns für Sozial- und Gesundheitsberufe wie z.B. als Therapeut/-in, Lehrer/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, als Führungskraft, Sozialpädagoge/-in, Altenpfleger/-in, Ergo-/Physiotherapeut/-in u.a.

Die Ausbildung als Selbst-Lernwerkstatt

 

Die Bereitschaft zur biopsychosozialen Selbst-Erfahrung und -Reflektion ist Voraussetzung für das eigene spätere Unterrichten als gesundheitswissenschaftlich orientierte/r Yogalehrer/in. Das Angebot ist ein achtsames Lernen mit Leib und Seele im konkret aktuellen Raum-Zeit-Geschehen.

 

Die persönlichen wie beruflichen Erfahrungswelten und biographischen Hintergründe der Teilnehmer sind eingeladen, sich in selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Räumen und Grenzen einzubringen.

Lernfelder

 

Die Übungserfahrungen dieses Sensibilitätstrainings zielen darauf ab, in folgenden Bereichen Lernprozesse anzuregen:
Yoga-Empowerment:            Feldanalyse:
- Yoga-Haltungen                  - der eigene bio-psychologische Standort 
- Yoga-Atemübungen            - im jeweils aktuellen sozioökologischen 
                                                Raum                         
- Sich entspannen können    - im Rhythmus der Zeit
- Achtsam leben                     

 

Salutogenese:                        Veränderungen:
- Krisenfähigkeit                      - Ziele definieren
- Defizite managen                  - Erwartungslosigkeit üben
- Misserfolge integrieren          - Verantwortung annnehmen
- Sinngebung                           - “Ich” in meinem Netzwerk

Außerdem sind Inhalte des Marma-Yoga® und des shake-spear-Aktivierungstraining® Teil dieser Yoga-Ausbildung.